Ankündigung: 13.01.2026 Gastvortrag von Stephan Schmid: Powers, Laws, and Successions: On the Transformation of the Notion of Cause in the Early Modern Period
16. Dezember 2025
Prof. Dr. Stephan Schmid, Professor für Geschichte der Philosophie an der Universität Hamburg, spricht zu Thema »Powers, Laws, and Successions: On the Transformation of the Notion of Cause in the Early Modern Period«.
Was genau heißt es und woran liegt es, dass ein Ding – z.B. eine heiße Herdplatte – auf etwas anderes – z.B. den darauf stehenden Suppentopf – einwirkt? Spätaristotelische Autoren der frühen Neuzeit beantworteten diese Frage typischerweise mit einem Verweis darauf, dass Dinge aufgrund ihrer substanziellen und akzidentellen Formen mit einer Reihe von Vermögen oder Potenzialitäten ausgestattet seien, die sich in den richtigen Umständen auf eine für sie charakteristische Weise aktualisieren würden. Unter dem Eindruck der in dieser Zeit neu entstehenden mechanistischen Physik, die versprach, natürliche Prozesse ausschließlich mit Rekurs auf Bewegungen körperlicher Teile zu erklären, wiesen viele Autor:innen dieser Zeit eben diese Erklärung zurück und traten für ein Weltbild ein, dass ohne die Annahme von aus ihren Augen obskuren substanziellen und akzidentellen Formen auskommt. Doch eben damit stellte sich für diese Autor:innen auch die Frage nach der Natur der Kausalität neu, die sie auf ganz verschiedene Weisen zu beantworten suchten. Nach einer Skizze des spätaristotelischen Kausalitätsverständnisses von Francisco Suárez werde ich René Descartes‘, Nicolas Malebranches und David Humes Antworten auf die Frage nach der Natur der Kausalität vorstellen, anhand derer sich die Entwicklung des modernen, an David Hume orientierten Kausalitätsverständnisses nachvollziehen lässt.
Zeit: Dienstag, 13.01.2026, 16:15 Uhr
Veranstaltungsort: Gorch-Fock-Wall 3, 20354 Hamburg
Anmeldung: caroline.herfert"AT"uni-hamburg.de

